Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e. V.

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Gepostet am 29. September 2016 in News

NRW Recycling-Baustoff Tag mit großer Resonanz

Mit jährlich 192 Mio. t bilden mineralische Bauabfälle den größten Anteil an anfallenden mineralischen Abfällen in Deutschland. Sie stellen daher die wichtigste sekundäre Rohstoffquelle dar, besonders für den Einsatz von RC-Baustoffen im Erd- und Straßenbau. Verwertungsquoten von bis zu 95% belegen dies seit vielen Jahren.

Wichtige Vertreter an einen Tisch gebracht

Das war Grund genug, diesen Themenkomplex umfassend in NRW in den Fokus zu stellen. Dazu lud die Fachgruppe Recycling-Baustoffe des vero (Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e.V.) für den 5. September 2016 in die Räume der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG zum NRW Recycling-Baustoff Tag nach Düsseldorf ein. vero-Hauptgeschäftsführer Raimo Benger und RC-Fachgruppen Geschäftsführerin Jasmin Klöckner begrüßten hierbei Ansprechpartner aus Recycling-Unternehmen sowie Fachbehörden; insgesamt konnte der Verband über 100 Teilnehmer begrüßen. Neben weiteren Fachverbänden der Branche war ebenso der NABU beteiligt sowie als Schirmherr das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW (MBWSV). In der Diskussion wurde sehr schnell klar, dass noch zu häufig primäre Baustoffe den RC-Baustoffen vorgezogen werden.

RC-Baustoffe ins rechte Licht rücken

RC-Baustoffe stehen im Spannungsfeld der Ressourcenschonung und Erhöhung der Recyclingquote auf der einen Seite. Gleichzeitig muss aber gewährleistet sein, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Im Wissen um diesen Konflikt wollen die Teilnehmer des Recycling-Baustoff Tages an gemeinsamen Lösungen arbeiten.

So hob MD Winfried Pudenz vom MBWSV NRW ausdrücklich die Wichtigkeit der RC-Baustoffe hervor: „In NRW rennen Sie offene Türen ein, unser Ministerium will RC-Baustoffe“ wendete er sich an die Anwesenden und fuhr fort: „Die Deponierung ist die schlechteste Lösung.“ NRW will den nach eigenen Worten eingeschlagenen Weg weiter gehen und bestehende Hemmnisse abbauen. In der Zwischenzeit gilt es, die Akzeptanz der Sekundärressourcen zu erhöhen. Ein Mittel dafür soll der „Leitfaden für öffentliche Verwaltungen zur Produktion und Verwendung von güteüberwachten RC-Baustoffen im Straßen- und Erdbau in NRW“ darstellen, der von der vero-Fachgruppe RC-Baustoffe NRW in Zusammenarbeit mit weiteren Fachverbänden erarbeitet wurde und an deren Inhalten sowohl das Umweltministerium als auch das Verkehrsministerium NRW mitgewirkt haben.

Ein ermutigendes Beispiel für einen Einsatz von RC-Baustoffen im kommunalen Straßenbau brachte Dipl.-Ing. Alexander Buttgereit vom Tiefbauamt der Stadt Münster, der zusammenfassend die Aussage treffen konnte: „Wir schreiben schon seit langem gesteinsneutral aus. Die Erfahrungen damit sind positiv.“

Rechtliche Grundlagen schaffen

Im Umfeld der rechtlichen Rahmenbedingungen bei öffentlichen Ausschreibungsverfahren führte Rechtsanwalt Gregor Franßen von der Kanzlei Heinemann & Partner konkrete Punkte aus, die zu einer Verbesserung der Situation der RC-Baustoff-Branche beitragen könnten. Neben der Möglichkeit zu entsprechenden Nebenangeboten, wäre dies vor allem die Schaffung ausdrücklicher Bieterrechte im Hinblick auf den Einsatz von Recycling-Baustoffen.

Einfluss geltend machen

Die vero-Fachgruppe RC-Baustoffe kündigt an, sich auch für die Verbesserung der Vergabesituation für Recyclingmaterialien aktiv einzusetzen. Darüber hinaus sollen weitere RC-Veranstaltungen folgen.

 

Ansprechpartner:

Raimo Benger / Jasmin Klöckner

www.vero-baustoffe.de